Unsere Katze Minou mussten wir vor zwei Jahren einschläfern lassen. Vorher hatte sie viele Jahre täglich Medizin wegen einer Schilddrüsenerkrankung bekommen. Wir waren sehr traurig und schworen uns- kein Haustier mehr.
Wir lieben Igel und helfen Ihnen. Dazu haben wir ein Igelfutterhaus gebaut. Wir füttern mit Katzenfutter (Pastete) das ganze Jahr, bis zum Winterschlaf. Im vergangenen Jahr /2025 war der Futernapf selbst im Dezember noch leer gefressen. Schliefen unsere Igel nicht, oder wer fraß das Futter?
Eine Wildkamera zeigte uns eine kleine Katze, die sich trotz der Klappen am Ein-/Ausgang und des verwinkelten Zugangs in das Futterhaus zwängte. Einmal war sie am Morgen noch drin, als ich den Deckel (das Dach) öffnete, um nach dem Futter zu sehen. Erschrocken suchte sie das Weite. Das Kätzchen tat uns sehr Leid und so fütterten wir weiter, bis ins Frühjahr.
Dann beratschlagten wir und entschieden zu versuchen, das offensichtlich „wilde“ Tierchen, einzufangen und wenigstens kastrieren zu lassen, um eine ganze Schar wilder Katzen zu verhindern.
Nach und nach wurde das Kätzchen zutraulicher und ließ sich auch außerhalb des Igelhauses füttern, später auch streicheln. Damit hatte sie uns „überredet“. Wir fotografierten sie, stellten ihr Bild in die Fredersdorfer Facebook-Gruppe, meldeten die „Fundsache“ beim Odnungsamt der Gemeinde. Bekamen viele gute Ratschläge, Leute wollten vorbeikommen, um den Chip auszulesen, andere glaubten das es ihre Katze sei. Nachdem es uns gelungen war, die Mieze mit Futter ins Haus zu locken brachten sie zum Tierarzt.
Sie war nicht gechippt- wir nannten sie „Elli Spirelli“.
Die Tierärztin meine , sie sei ca. 7 Monate alt und legte ihr Geburtsdatum auf den 01.09.25 fest.
Nun sollte sie kastriert werden. Dann kam ein Anruf von der Praxis: „Ihr Katze ist trächtig, sollen wir weitermachen?“ Sie sollten. Wir wollten nur eine Katze, kein Rudel. Zurück bekamen wir das Tier verbunden und im kleinsten vorrätigen Body, selbst der war zu groß. Und so hatte sich der kleine Entfesselungskünstler nach zwei Tagen befreit und war von nun an eine zahme, schmusende Hauskatze. Auch das Halsband streifte sie sehr schnell ab. Nachdem sie geimpft war, wurde sie zur Freigängerin.
Sie rannte rein und raus (die Tür konnte ja im Sommer einen Spalt offen stehen),
blieb auch im Garten in unserer Nähe entdeckte und tobte sich aus.
Das ging ein paar Woche gut. Dann war sie drei Tage weg. Marlis fragte bei den Nachbarn, alle hatten sie gesehen, keiner hatte sie gefüttert oder versehentlich eingesperrt. Und plötzlich war sie laut miauend wieder da- hungrig und verschmust. Bisher wiederholt sich dieser Zyklus. Einige Tage Freigängerin, die über Nacht im Haus bleibt, dann wieder einige Tage weg. Mal sehen, wie lange das so geht. Es nervt!
Am 6. Okt. haben wir einen neuen Versuch mit einem Halsband gestartet- damit sie als „Hauskatze“ erkannt und nicht „fremdgefüttert“ wird. Noch hat sie es nicht abgestreift. Wenn das gut geht, ist der nächste Schritt ein Tracker – mal sehen, wo sie sich so rumtreibt.
